Schule Thalwil
AKTUELL

Schuleinheit Schweikrüti: Anpassung des Klassenbildungskonzepts (25.03.2021)

In der Primarstufe der Schuleinheit Schweikrüti werden heute, neben Jahrgangsklassen in der Mittelstufe, auf der Unterstufe jeweils zwei Mehrjahrgangsklassen (1.-3. Klasse) gebildet. Dieses Modell führt seit einigen Jahren zu Schwierigkeiten bei der Klassenbildung, da die Schülerzahlen von Jahr zu Jahr zum Teil stark schwanken. Zurzeit besuchen in der einen Mehrjahrgangsklasse 13 Schülerinnen und Schüler die 1.Klasse und 6 die 3. Klasse. Die andere Mehrjahrgangsklasse wird konstant mit drei Jahrgängen geführt, aktuell mit 7, 5 und 7 Schülerinnenund Schülern in der 1., 2. und 3. Klasse.
Um die Klasseneinteilungen zu erleichtern und mehr Kontinuität in den Klassen wie auch bei den Lehrpersonen zu erreichen, hat die Schulpflege auf Antrag von Schulleitung und Lehrpersonen beschlossen, ab dem Schuljahr 2021/22 auf der Unter- und Mittelstufe Doppelklassen mit jeweils zwei Jahrgängen zu bilden. Im Schuljahr 2021/22 betrifft die Umstellung die 1./2. sowie 3./4. Klassen. Die 5. und 6. Klassen werden per Schuljahr 2022/23 umgestellt.
Mit durchgehenden Doppeljahrgangsklassen von der 1. bis zur 6. Klasse wird die Umstellung von der Unterstufe in die Mittelstufe für die Schülerinnen und Schüler vereinfacht. Bisher mussten beispielswiese beim Übertritt in die 4. Klasse immer wieder Schulkinder ins Schulhaus Sonnenberg umgeteilt werden.
Durch die neue Konzeption der Doppelklassenbildung können solche Umteilungen vermieden werden. Zudem wird für die Lehrpersonen die Teamarbeit einfacher, weil es durchgehend Parallelklassen gibt.
Für die Schülerinnen und Schülerbedeutet das neue Modell, dass sie in konstanten Jahrgangsgruppen jeweils zwei Jahre bei derselben Klassenlehrperson unterrichtet werden. Die Gruppenkonstellation wechselt dabei jährlich.
Neben den eher organisatorischen Vorteilen stehen auch pädagogisch-didaktische Überlegungen hinter dem neuen Klassenbildungskonzept. So erfolgt damit eine Angleichung an die im Lehrplan 21 vorgesehenen Zyklen, auf die auch die neuen Lehrmittel ausgerichtet sind. Mit den Parallelklassen wird zudem ein Quervergleich in Bezug auf die Lernstandserfassung möglich.
Die Entwicklung der Kinderzahlen zeigt aktuell, dass voraussichtlich bis zum Schuljahr 2024/25 – unab-hängig vom Klassenbildungsmodell – in der Schulein-heit Schweikrüti teilweise bis zu zehn Kinder des Einzugsgebietsder Schuleinheit Oeggisbüel-Oelwiese bereits für den Eintritt in den Kindergarten in andere Schuleinheiten ein- bzw. umgeteilt werden müssen. Grund dafür ist, dass in der Schuleinheit Oeggisbüel-Oelwiese – im Verhältnis zu den hohen Schülerzahlen im eigenen Einzugsgebiet – der Schulraum zu knapp ist. Konkret werden im kommenden Schuljahr voraussichtlich ca. fünf bis zehn Kinder in die Schuleinheit Schweikrüti eingeteilt werden müssen.
Der Elternrat Schweikrüti wurde über die Anpassung sowie die Umsetzung des Klassenbildungskonzeptsbereits informiert. Für die Eltern der Schuleinheit Schweikrüti findet zudem ein digitaler Info-Anlass statt. Über die konkreten Klasseneinteilungen werden die Eltern im Rahmen des ordentlichen Schülerzuteilungsverfahrens fürs neue Schuljahr Ende Mai 2021 informiert.

  • Hier finden Sie die an der Info-Veranstaltung gezeigten Folien.
  • Hier können Sie den Live-Stream der Info-Veranstaltung öffnen.

 

Das Schulmodell der Sekundarschule Thalwil wird angepasst (aktualisiert am 16.03.2021)

Am 3. März 2021 hat die Schulpflege in einer digitalen Info-Veranstaltung über die Anpassung des Schulmodells auf der Sekundarstufe ab dem Schuljahr 2021/2022 informiert.

Die Sekundarschule Thalwil führt aktuell drei Abteilungen A, B und C. Die Zuteilung in eine Abteilung erfolgt aufgrund einer Gesamtbeurteilung der Schülerinnen und Schüler durch die Klassenlehrperson. Auf Unterricht einzelner Fächer in Anforderungsstufen bzw. in Leistungsgruppen wurde bisher verzichtet.

Das Volksschulgesetz sieht verschiedene Möglichkeiten für die Sekundarschule vor, wie sie sich intern organisieren kann. In der Sekundarschule Thalwil werden für die neuen 7. Klassen ab nächstem Schuljahr nur noch zwei Abteilungen A und B geführt. Die Fächer Französisch und Mathematik hingegen werden künftig in drei Anforderungsstufen unterrichtet. Alle Klassen werden als abteilungskombinierte A/B-Klassen geführt. Der Unterricht in Mathematik und Französisch findet jedoch ausserhalb der Stammklasse in separat geführten Leistungsgruppen statt.

Die Umsetzung dieses Entscheids erfolgt ab Sommer 2021 mit den neuen Sekundarschülerinnen und -schülern, also den heutigen 6. Klassen. Die aktuellen Sekundar-Schulklassen sind von der Umstellung nicht betroffen. Sie werden bis zum Ende ihrer Sekundarschulzeit wie bisher weitergeführt.

Organisatorische und pädagogische Vorteile des neuen Modells

Es gibt organisatorische sowie pädagogische Überlegungen, welche für das neue Modell und die Reduktion der Abteilungen sprechen. Die Abteilung C ist – trotz insgesamt steigender Schülerzahlen in der Sekundarstufe – in den letzten Jahren immer kleiner geworden, sodass in den letzten fünf Jahren mit fünf bis zwölf Schülerinnen und Schülern pro Jahrgang die Bildung von reinen C-Klassen kaum mehr möglich war. Es mussten gemischte B/C-Klassen gebildet werden. Auch in den Abteilungen A und B wurden aufgrund der Schülerzahlen Klassen durchmischt. So führte die Sekundarschule Thalwil bis anhin neben den Abteilungen A und B jeweils auch A/B- bzw. B/C-Klassen.

Mit dem neuen Schulmodell, basierend auf zwei Abteilungen und drei Anforderungsstufen in den Fächern Mathematik und Französisch, werden die Klassen aus pädagogischen und organisatorischen Gründen generell gemischt geführt. Gemischte Klassen entsprechen dem integrativen Ansatz, wie er in der Schule Thalwil bereits in der Primarstufe gelebt wird.

Mit den drei Anforderungsstufen in Mathematik und Französisch wird eine gezieltere Förderung der Schülerinnen und Schüler als bisher möglich. Die grössere Leistungsspannweite in den gemischten Klassen kann dadurch aufgefangen werden. Der Wechsel von Anforderungsstufen in den beiden Fächern wie auch zwischen den Abteilungen A und B ist durch die Führung von Mischklassen einfacher und durchlässiger. Die Schülerin oder der Schüler verbleibt bei einer Aufstufung oder Abstufung in seiner gewohnten Stammklasse. Die kombinierten Klassen und das dadurch durchlässige System begünstigen zudem die soziale Durchmischung und eine Chancengleichheit gegenüber einem geteilten Schulmodell.

Offener Unterricht in gemischten Klassen

Der Unterricht auf der Sekundarstufe wird anders organisiert werden, um den Anforderungen von gemischten Klassen gerecht zu werden. Die Schülerinnen und Schüler sind das Lernen in leistungsdurchmischten Klassen aus der Primarschule gewohnt. Der Lehrplan 21 bietet dafür den geeigneten Rahmen und Methoden. Auch die neuen Lehrmittel sind auf einen abteilungsgemischten Unterricht ausgerichtet, genauso wie die Ausbildung der Lehrpersonen an den Pädagogischen Hochschulen, welche sich nicht mehr an den Abteilungen A, B und C orientiert.

Bedenken, dass sich das Leistungsniveau durch die Reduktion der Abteilungen insgesamt nach unten bewegt, sind aus der Sicht der Schulpflege unbegründet. Erfahrungen aus der Stadt Zürich und anderen Gemeinden (z.B. Rüschlikon-Kilchberg oder Meilen) zeigen, dass Schülerinnen und Schüler in offeneren Unterrichtsformen sehr gut zurechtkommen: Starke Schülerinnen und Schüler können sich genauso gut weiterentwickeln und entfalten wie schwächere. Sie verfügen in der Regel über genügend Selbstregulation und Motivation, um in offeneren Strukturen wie Mischklassen zu profitieren. Die schwächeren Schülerinnen und Schüler orientieren sich dagegen eher am höheren Niveau ihrer Klassenkameradinnen und -kameraden.

Zügige Umsetzung bereits ab August 2021

Die Umsetzung bereits ab dem neuen Schuljahr erscheint als Herausforderung. Die Schulpflege ist aber nach ausführlicher Beratung sowie nach Einbezug der Schulleitung der Sekundarschule und externen Fachpersonen überzeugt, dass der Modellwechsel im August 2021 gelingen wird. Auch die Erfahrungen anderer Schulen zeigen, dass ein Wechsel in diesem Zeitraum gut machbar ist. Die Vorbereitungszeit reicht sowohl für die Klassenbildung als auch die gezielte Weiterbildung und Unterstützung der Lehrpersonen aus, damit diese für den Unterricht der gemischten Klassen optimal vorbereitet sind.

Auf die Kostenentwicklung im Bereich der Sekundarschule hat der Modellwechsel für die Gemeinde keine Auswirkungen. Die Schule operiert auch auf der Sekundarstufe mit den vom Kanton zugeteilten Vollzeiteinheiten.

Die Schulpflege ist überzeugt, dass dieser strategische Entscheid grosse Vorteile für die Sekundarschule und ihre Schülerinnen und Schüler bringt und ein zukunftsgerichtetes Modell gewählt wurde, das dem Bedürfnis nach individueller Förderung der Schülerinnen und Schüler genauso wie integrativen Ansätzen gerecht wird.

Schulpflege

 

Stellungnahme zur Petition "Nein zur übereilten Einführung des neuen Sek-Modells" (08.04.2021)

Am 18. März 2021 reichte die IG «Neues Sekundarschulmodell – so nicht!» eine Petition mit 783 Unterschriften zuhanden der Schulpflege und dem Gemeinderat ein.

Beide Behörden haben die Petition zur Kenntnis genommen und schätzen das Engagement der Petitionärinnen und Petitionäre. Da die Petition sich auf einen Entscheid der Schulpflege bezieht und die Führung der Sekundarschule Thalwil vollständig in deren Kompetenz liegt, nimmt primär diese Behörde Stellung.
Die Petitionärinnen und Petitionäre verlangen in der Hauptsache, dass die Umsetzung des A/B-Klassenmodells in der Sekundarschule noch nicht per Schuljahr 2021/22 erfolgen und das Vorhaben unter Einbezug der Lehrpersonen neubeurteilt werden soll. Nach ausführlicher Diskussion hat die Schulpflege beschlossen an ihrem Entscheid vom 1. Februar 2021 festzuhalten und per Schuljahr 2021/22 auf der Sekundarstufe nur noch zwei Abteilungen in gemischten Klassen und mit Anforderungsstufen in den Fächern Französisch und Mathematik zu führen. Die Gründe sind vielfältig, insbesondere ist der Entscheid nicht überstürzt gefällt worden. Zudem ermöglicht die gestaffelte Umsetzung innerhalb der nächsten drei Jahre eine angemessene Vorbereitung bzw. Umsetzung der Modellanpassung.
Der Gemeinderat nimmt inhaltlich nicht zur Petition Stellung, weil das Geschäft klar in der Kompetenz der Schulpflege liegt. Diese hat ihren Entscheid sorgfältig getroffen, somit stützt der Gemeinderat den Beschluss. Der Gemeinderat hat die Vorbehalte der Petitionärinnen und Petitionäre in Bezug auf die Frage nach dem Schulraum aufgegriffen und sich versichert, dass der Umbau und die Erweiterung der Schulanlage Feld-Berg, über welche die Stimmbevölkerung im November 2020 abstimmt hat, mit dem A/B-Klassenmodell kompatibel ist.

Gemeinderat / Schulpflege

 

Information Coronavirus (12.03.2021)

Der Bundesrat hat letzte Woche eine vorsichtige, schrittweise Öffnung beschlossen. Insbesondere hat er Lockerungen der Pandemiemassnahmen für Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre vorgenommen.

Gemäss den neuesten Weisungen des Volksschulamtes ermöglicht die Entwicklung der Fallzahlen auch eine Anpassung der Massnahmen für die Schulen. Wie im ausserschulischen Bereich sollen auch in Schulen wieder möglichst viele unterrichtsergänzende und klassenübergreifende Aktivitäten ermöglicht werden. Da die epidemiologische Lage aber infolge der neuen, ansteckenderen Virusvarianten fragil bleibt, gelten verschärfte Quarantänemassnahmen und werden die Lockerungen massvoll ausgestaltet.
Eine detaillierte Information erhalten die Eltern/Erziehungsberechtigten direkt von der Klassenlehrperson Ihres Kindes.

Weitere allgemeine Informationen vom Volksschulamt finden Sie hier.