Projekt iPad

Projekt iPad

Evaluation des iPad-Pilot-Projektes

Im Oktober 2015 erhielten alle Lernenden der 1. Sekundarklassen ein persönliches iPad. Die Lehrpersonen wurden vorgehend geschult und die Eltern umfassend über das Pilotprojekt informiert. Nach den ersten Projektmonaten wurden die Lernenden, deren Eltern und deren Lehrpersonen durch die Fachstelle ICT über ihre Erfahrungen befragt.

 

Resultate der Evaluation

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass mit grosser Mehrheit alle drei Gruppen das Projekt als erfolgreich beurteilt haben und eine Weiterführung des Projektes empfehlen.

 

Über 80 Prozent der Lernenden beurteilen das iPad als ein gutes Lernwerkzeug. Die Hälfte von ihnen ist der Meinung, dass sie mittlerweile mit den digitalen Medien besser umgehen können. Nur 3.5 Prozent der Befragten fühlen sich durch die neue Technologie abgelenkt. Viele Jugendlichen stören sich daran, dass die Schule gewisse Downloads nicht gestattet und dass es einschränkende Nutzungsbestimmungen für den Geberauch des Tablets gibt.

 

Erfreulicherweise bewerten fast alle Eltern den Einsatz der Geräte ebenfalls positiv. Sie sind der Meinung, dass damit das individuelle Lernen gefördert werde und dass die Lernenden motivierter seien. Über 60 Prozent der Befragten sind ebenfalls der Meinung, dass die iPads sich positiv auf das Lernen auswirken. Ebenso findet eine grosse Mehrheit, dass ihre Kinder kompetenter und produktiver mit den neuen Medien umgehen würden. Einige Eltern sorgen sich über die höheren Bildschirmzeiten. Froh wären Eltern um klarere Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der Nutzung des iPads zuhause. In vielen Rückmeldungen unterstützen die Eltern den Einsatz der iPads als ein zeitgemässes und zukunftsorientiertes Unterrichtsprojekt.

 

Auch die Lehrpersonen finden mehrheitlich, dass das iPad positive Auswirkungen auf das individuelle Lernen der Schülerinnen und Schüler hat. Sie meinen, dass im Unterricht bereits gewisse Veränderungen stattgefunden haben. So eröffneten sich neue Möglichkeiten fürs persönliche Lernen und Üben oder neue Formen von Lernkontrollen und neue Präsentationsformen.

 

Empfehlungen der Fachstelle ICT 

Für die Fachstelle ICT sprechen vier Gründe für die Weiterführung des Projektes:

  1. Die Lernenden sind sehr motiviert, arbeiten gerne damit und sehen, dass es ein gutes Arbeitsgerät ist, welches sie beim Lernen unterstützt.
  2. Die Lehrpersonen empfinden es ebenfalls als gutes Hilfsmittel, um vor allem das individualisierte Lernen zu unterstützen, welches von der Sek Thalwil angestrebt wird.
  3. Das iPad eröffnet völlig neue Lernkanäle (Lernfilme, kreative Arbeiten, ...) und Unterrichtsmethoden, welche ebenfalls dazu beitragen, dass die Lernenden möglichst ihren Bedürfnissen angepasst lernen können.
  4. Die iPads decken die Ansprüche der Lernenden an ein technisches Hilfsmittel für die Unterstützung des Lernens gut ab.

Weiterführung des Projektes

Die Schulpflege unterstützt das Projekt und so werden auch die Lernenden der ersten Sekundarklassen im Schuljahr 2016/17 mit einem persönlichen iPad ausgerüstet.



Auswertung Medienkonsum 1. Sek vom 14. bis 20. März 2016

 

Projekt iPad

Seit Herbst 2015 läuft in der 1. Sek der Schule Thalwil ein iPad Pilotprojekt. Dafür ist die gesamte 1. Sek 1:1 mit einem iPad ausgerüstet worden. Subjektiv sind die Erfahrungen bis jetzt bei Schülern und Schülerinnen, aber auch bei den Lehrpersonen mehrheitlich sehr positiv.

 

Damit wir eine professionelle Beurteilungsgrundlage für die allfällige Weiterführung des iPad Projektes haben, werden wir verschiedene Evaluationen durchführen und breites Feedback einholen. Als ersten Schritt in diese Richtung liessen wir die Schülerinnen und Schüler während einer ganzen Woche (inkl. Samstag/Sonntag) den ungefähren Konsum von digitalen Medien, sowohl während der Schulzeit wie auch ausserhalb, messen.

 

Zu diesen Zweck mussten die Schüler und Schülerinnen in der Kalenderwoche vom 14. – 20.3.2016 ihren gesamten elektronischen Medienkonsum registriert, d.h. explizit auch die Nutzung privater Geräte wie Natels, Spielkonsolen, TV etc. 

 

Hier rechte ein Bild der Tabelle, in welcher die Schülerinnen und Schüler digital auf dem iPad ihren Medienkonsum eigenverantwortlich protokolliert haben.

 

Die Resultate der gesamten 1. Sek sind in einem Kreisdiagramm zusammengefasst (siehe Bild links).

 


Projekt iPad

 

Gesamthaft ziehen wir folgende Schlüsse:

  • alle SchülerInnen haben regelmässig und mehrheitlich sorgfältig Einträge gemacht.
  • die eingetragenen Einsatzzeiten des iPads liegen etwas unterhalb der effektiven Nutzung während der Schule.
  • es ist anzunehmen, dass die effektiven Konsumzeiten der anderen elektronischen Medien wie Handys, Spielkonsolen, TV etc. ebenfalls etwas höher als eingetragen liegen.

 

→ die Daten erlauben eine aussagekräftige Analyse.

 

  • der Anteil des iPads an der Gesamtnutzung elektronischer Medien liegt bei knapp 30 %.
  • der Anteil privater Medien steigt am Wochenende markant an.
  • das Bundesamt für Sozialversicherungen hat in Zusammenarbeit mit der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Departement Angewandte Psychologie, Forschungsschwerpunkt Psychosoziale Entwicklung und Medien eine Empfehlung formuliert, die den Konsum von Jugendlichen unserer Alterskategorie auf max. 20 Stunden pro Woche limitiert.

 

→ der durchschnittliche Gesamtkonsum elektronischer Medien pro SchülerIn an der 1. Sek. Thalwil liegt innerhalb dieser Empfehlung. Dies ist im Säulendiagramm unten zu sehen.

 


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