Schulentwicklung

Eigenverantwortliches Lernen, Schwerpunkt im Jahresprogramm

Lernen ist unter anderem ein aktiver, konstruktiver, selbstgesteuerter Prozess. Schülerinnen und Schüler sollen ihr eigenes Lernen planen und reflektieren. Daher wird im Schulprogramm der Sekundarschule dem eigenverantwortlichen Lernen in verschiedenen Settings, die entsprechende Beachtung geschenkt. 

Schulentwicklung

Talentportfolio

Im Jahrgangsteam der ersten Sek widmen sich die Lehrpersonen mit ihren Schülerinnen und Schülern vertieft dem Erstellen eines Talentportfolios. Während dem Schuljahr sammeln die Jugendlichen in diesem verschiedene gelungene Beispiele, welche das Lernen im fachlichen und überfachlichen, im schulischen sowie ausserschulischen Lernen dokumentieren. So gehören beispielsweise aus dem schulischen Bereich ein gut bewerteter Aufsatz, eine besonders schöne Zeichnung, ein Foto eines spektakulären Sprungs auf dem Minitrampolin oder ein positives Lehrerfeedback aus dem Lernjournal von den Jugendlichen ins Portfolio. Aber genauso wichtig sind auch Dokumente aus dem erfolgreichen privaten Handeln des Jugendlichen, wie ein Bericht über die eigene Zirkusaufführung, ein Foto vom Ballettunterricht, ein Zeitungsausschnitt mit einem Matchbericht vom Handballspiel, ein Stimmungsbericht aus dem Pfadilager oder das Resultat vom Knabenschiessen. Ende Schuljahr ist jede Schülerin und jeder Schüler im Besitze einer reichen Sammlung an Originaldokumenten und persönlichen Reflexionen über Erfreuliches, Gelungenes, Ausserordentliches in geeigneter, individueller und persönlicher Form.

Foto: Stärken entdecken - erfassen - entwickeln, Schulverlag Plus AG, 2010

Schulentwicklung

Lernjournal

Anlässlich der Weiterbildungstagung „Forschendes Lernen“ wurde in einem Workshop ein Lernjournal präsentiert, welches die Schülerinnen und Schüler beim Planen ihres Lernens unterstützt. In der Folge entstand in einer Planungsgruppe ein Lernjournal für die Sekundarschule Thalwil, welches im Schuljahr 2015/16 in allen Klassen geführt wird. Dieses dient den Schülerinnen und Schüler, ihre Arbeiten zu planen und zu reflektieren. Im Lernjournal führen die Schülerinnen und Schüler ihre erbrachten Leistungen auf und führen Buch über allfällige Absenzen. Kernstück ist sicherlich die Möglichkeit zur wöchentlichen Reflektion über das Lernen im Bereich der überfachlichen Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Arbeitsplanung und Effizienz. Darüber hinaus beinhaltet das Lernjournal alle wesentlichen Grundlagen, Informationen und Kontaktadressen der Sekundarschule. Eltern haben jederzeit die Möglichkeit, das Lernjournal ihres Kindes einzusehen. Dadurch erhofft sich die Schule einen konstruktiven Austausch zwischen Schülerinnen/Schülern und Lehrpersonen und Eltern und Lehrpersonen.

Schulentwicklung

Pilotversuch iPads in der ersten Sek

Im Schuljahr 2015/16 muss die veraltete ICT-Infrastruktur der beiden Schulhäuser Feld und Berg erneuert werden. Es gilt für die kommenden Jahre zeitgemässe ICT-Lösungen zu finden. Gemeinsam mit dem Jahrgangsteam 1, der Fachstellenleitung ICT und der Schulleitung wurde beschlossen, in einem Pilotversuch für alle Schülerinnen und Schüler der künftigen ersten Sekundarklassen iPads anzuschaffen. Der Gebrauch der iPads bringt grundsätzliche Umstellungen im Zusammenhang mit dem Lehren und Lernen. Das Jahrgangsteam 1 hat sich bereits anlässlich umfangreicher Weiterbildungen diesbezüglich Wissen erarbeitet. Allerdings müssen aber auch in der täglichen Arbeit mit der neuen Infrastruktur laufend Er-fahrungen gesammelt und die Einsatzmöglichkeiten angepasst und erweitert werden. Die Abgabe der iPads wird nach den Herbstferien 2015 eingeplant. Sicherlich unterstützt diese Entwicklung das eigenverantwortliche Lernen. Das Pilotprojekt wir Ende Schuljahr 2015/16 evaluiert, und bei einer erfolgreichen Bewertung werden in den kommenden Schuljahren gemäss den Erfahrungen auch die anderen Klassen mit iPads ausgerüstet. 

Schulentwicklung

Atelierunterricht und Projektarbeit in der 3. Sek

Selbstorganisiertes Lernen erhält neu in der dritten Sek einen prominenten Platz im Stundenplan und im Wochenablauf. Der ganze Donnerstagmorgen ist für diese beiden Unterrichtsgefässe Atelier- und Projektarbeit reserviert.

In der Atelierarbeit arbeiten die Jugendlichen jeweils an unterschiedlichen Themen. Sie wählen aus den Hauptfächern Bereiche aus, in denen sie sich Inhalte erarbeiten, welche sie noch ungenügend beherrschen oder die sie ausserordentlich interessieren. Dabei sind sie für die Planung ihres Lernens verantwortlich. Die Lehrpersonen begleiten sie in diesem Prozess, unterstützen dort wo nötig und wachen über eine zielführende Gestaltung des Programmes.

In der Projektarbeit geht es um das Umsetzen verschiedener Projekte. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler diese zu planen, wichtige Schritte festzuhalten, umzusetzen und zu evaluieren. Dies beginnt mit der Vorbereitung und Durchführung von kleinen Gruppenprojekten und endet schliesslich mit dem eigenständigen Erarbeiten einer Abschlussarbeit, welche Ende Schuljahr während einer besonderen Veranstaltung öffentlich präsentiert wird. 

Schulentwicklung

LiFT-Projekt

In Thalwil wird im Schuljahr 2015/16 das Projekt LiFT angegangen. In Zusammenarbeit mit den Gemeinderäten und Vertretern der Gewerbebetriebe Hansruedi Kölliker und Märk Fankhauser, mit Christine Hurter, Schulsozialarbeit der Sekundarschule und Donald Ganci, Leiter Jugend- und Schulsozialarbeit, erstellte die Schulleitung der Sek Thalwil ein Konzept zur Einführung des Projektes LiFT. Es handelt sich dabei um ein niederschwelliges Angebot für Sekundarschülerinnen und -schüler, deren Voraussetzungen für einen späteren Übertritt ins Be­rufsleben erschwert erscheinen. LiFT beinhaltet ein frühes Heranführen durch Arbeitstraining an die reale Arbeitswelt und baut Selbstkompetenzen für den späteren Übertritt in die Berufslehre auf. LiFT arbeitet mit lokalen Ar­beitgebern zusammen und ergänzt die schulische Förderung zum Übertritt in die Berufswelt für Jugendliche mit erschwerten Bedingungen. Es kann die Eingliederung in den Lehrstellenmarkt beschleunigen und unter Umständen einjährige, aufwendige Brückenangebote nach der Sekundarschule ersetzen.